Vorbereitungen
- Hägar
- vor 16 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Liebe Freund:innen des Hochseesegelns,
es sind nur noch 3 Wochen, bis der große StSG Vereinstörn startet. Dann werden wir jeden Tag berichten, was uns so passiert ist.
Es werden insgesamt 8 sehr unterschiedliche Etappen angegangen.
Etappe 1: Medemblik-Waddenzee-Nordsee-Cuxhaven-Elbe-Hamburg

Etappe 2: Hamburg-Elbe-Brunsbüttel-NOK-Kiel-Flensburg
Etappe 3: Flensburg-Alssund-Grenaa-Kattegat-Skagen
Etappe 4: Skagen-Schwedische Schären-Oslofjrd-Oslo
Etappe 5: Oslo-Schwedische Schären-Hamburgsund-Göteborg
Etappe 6: Göteborg-Kattegat-Anholt-Samsö-Fredericia
Etappe 7: Fredericia-kleiner Belt-Dänische Südsee-Kiel-Nordostseekanal-Rendsburg
Etappe 8: Rendsburg-NOK-Helgoland-Nordsee-Waddensee-Ijsselmeer-Medemblik
Insgesamt werden 26 verschiedene Personen aus den beiden Vereinen StSG Stuttgart und StSG Tübingen mitsegeln. Somit sind wir komplett „ausgebucht“. Das freut mich sehr, dass die Reise so guten Anklang findet.
Bis dahin werde ich noch einige Aspekte der Vorbereitung erläutern, heute den
Stauraum
Egal wie groß eine Segelyacht auch ist, Stauraum gibt es immer zu wenig. Insbesondere wenn wir uns jetzt auf eine längere Reise machen, macht man sich als Skipper Gedanken, wie denn der vorhandene Stauraum noch weiter ausgebaut werden kann. Dabei kommt einem sofort die Bilge, unter den Bodenbrettern in den Sinn.
Allerdings ist es ja so, dass zum einen die Bodenbretter selten so geschnitten sind, dass man einfach an alle Bilgenbereiche kommt. Weiterhin sind oft technische Dinge in der Bilge verbaut, wie Wasser- Strom- oder Dieselleitungen. Und durch die schlechte Zugänglichkeit hat sich auch oft Schmodder unter den Bodenbrettern angesammelt.
Trotzdem erscheint der Raum unter den Brettern als sehr attraktiv, um z.B. die großen Mengen an Getränken zu verstauen, die es für eine Langfahrt nun mal braucht.
Also an die Planung:
Man muss den Mut haben die Bodenbretter mit der Stichsäge zu bearbeiten. Dabei ist durch Anschläge auf einen geraden Sägeschnitt zu achten. Das ist in der beengten Kajüte nicht ganz einfach :-(
Die ausgesägten Bretter müssen dann so mit Scharnieren und Bodenhebern montiert werden, dass sie sich auch öffnen lassen. Das erfordert bei den verwinkelten Einbauten ein wenig Nachdenken.
Die dann montierten Klappen müssen auch wieder eine Auflage auf den Stringern und Bodenwrangen haben, damit sie stabil sind. Dazu sind Moosgummidichtingen ganz gut geeignet.
Die neuen Fächer müssen gut gereinigt werden und mit Bilgenfarbe einigermassen ansehnlich gestaltet werden. Gar nicht so einfach, wenn man sich während der langen Trocknungsphase noch im Schiff bewegen will, ohne in die frisch gestrichene Farge zu treten ;-)
Die vorhandenen Leitungen müssen so verlegt sein, dass Staugut sie auch bei heftigen Schiffsbewegungen nicht beschädigen kann.
Falls man Glasflaschen einlagern will, dürfen diese bei den rauen Bedingungen auf See auch nicht beschädigt werden.
Hier nun ein paar Bilder wie ich das gemacht habe, mit Edelstahl-Tischscharnieren und eingelassenen Ringhebern, damit man nicht stolpert. Das hat schon einige Zeit gekostet, aber wir können nun 60 l Wasser in PET Flaschen verstauen, 20 Liter Wein in Glasflaschen und 20 Liter Bier in Dosen. Das reicht für 5 Personen ein paar Tage........




So weit ein kurzer Einblick in die Stauraumerweiterung. Ich werde in den nächsten Tagen noch weitere Beiträge posten über die Ausrüstung, Crewplanung, Nautische Unterlagen, Passageplanning für die erste anspruchsvolle Etappe...............
Bleibt uns gewogen,
Euer Skipper Hägar


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