Hochseesegeln ist doch ein Sport
Nach einigen zwar kühlen, aber doch wunderschönen Tagen in der Schwedischen Schärenwelt, ist die Windstalker im umtriebigen Göteborg angelegt, mitten in der Stadt.

Eine tolle und sehr kompetente Crew hat sich gebildet mit seeeeehr viel Spass und Freude am Segeln, Kochen, Essen, Klönen, Wandern und Bacchus frönen

Und auch die Kompetenzerweiterung kam nicht zu kurz. Der Abschied in Göteborg war dann etwas hektisch durch ein nicht eintreffendes Taxi, und einer nicht wartenden Fähre.
Nun ist die Etappe 6 gestartet, Bernd, Dagmar und Valentina sind an Bord. Den ersten Tag zum Eingewöhnen haben wir eine kurze Etappe mit 12 sm nach Donsö gemacht, wo wir vor ein paar Tagen schonmal waren. Wie gewohnt hat es wieder mit mehr als 20 kn aus W geweht, aber im Schutz der Schären und nur mit Fock 2 und Besan konnten wir noch schön Segeln. Bernd als alter Elbsegler der ersten Etappe, fühlte sich im Götakanal mit der Großschiffahrt wie zu Hause......
Von Gestern auf Heute dann mal wieder "Gale Warning" der Schwedischen Küstenwacht, aber heute morgen hat der Wind soweit abgenommen, dass wir auslaufen und auch Segeln konnten. Zunächst kamen wir mit Fock 2 und Besan ausreichend voran, nachdem wir die schützenden Hügel der vorgelagerten Schäreninseln verlassen hatten, hat uns allerdings eine unangenehme Dünung der Nacht mit 1,5m Welle erwartet.
Später hat es dann wie vorhergesagt auf 4 bft abgeflaut, und unsere Besegelung mit Fock 2 und Besan war definitiv zu wenig. Die Welle stand aber noch von den 6-7 bft der Nacht. Trotzdem aufs Vorschiff um zunächst die F2 gegen die Genua 3 zu wechseln. Das war ein Kampf der beiden alten Hasen auf dem tanzenden Vorschiff mit den killenden und schlagenden Segeln, der uns all unsere Routine aber auch all unsere Kraft abverlangte. Den niedrigen Temperaturen zum Trotz waren die T-Shirts unter den dicken Pullis komplett durchgeschwitzt. Ähnliches Prozedere um das Groß zu setzen, ähnliches Resultat mit den T-Shirts....
Segeln ist eben doch ein Sport und nicht nur in der Sonne sitzen und ein gemütliches Bierchen oder Weinchen zu trinken. Aber mit Routine und Können ist es auch möglich, dass ältere Semester die Vorschiffsarbeit noch leisten können. Selbstverständlich waren wir angeleint und hatten die Rettungswesten immer an.
Jetzt sind wir in Varberg angekommen und ratet mal, was morgen ansteht???
Wieder ein Hafentag, weil mal wieder ein steifer Wind uns um die Nase weht, der es uns nicht ermöglichen würde die Insel Anholt mitten im Kattegat anzusteuern.
Wir werden das beste draus machen.
Bleibt uns gewogen und drückt weiter die Daumen für eine sichere Reise.
Euer Skipper Hägar mit Bernd, Dagmar und Valentina


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