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Großer StSG Vereinstörn 2026 ist zu Ende

vor 7 Tagen
4 Min. Lesezeit

Nach 10 Wochen auf See und ca. 1450 sm ist der große StSG Vereinstörn nun Geschichte. Es waren aufregende und nautisch anspruchsvolle Wochen, die die StSG Crews in 4 verschiedene Länder brachte. Von den Niederlanden ging es einmal gerade die Deutsche Bucht entlang nach Deutschland, über den Nord-Ostseekanal weiter nach Dänemark, und schließlich über den Kattegat und Skagerak nach Schweden.

Gesamtstrecke der Windstalker im Sommer 2026
Gesamtstrecke der Windstalker im Sommer 2026

Nach einigen sehr schönen Tagen in der schwedischen Schärenlandschaft ging es entsprechend wieder zurück.

Insgesamt hatten wir 8 verschiedene StSG Crews, mit insgesamt 26 Teilnehmer:innen, gemischt aus Stuttgart und Tübingen. 11 Frauen, 4 Kinder zwischen 3 und 12 Jahren, und 11 Männer konnten die Windstalker für mindestens eine Woche ihr schwimmendes Heim nennen.

Es waren tolle Crews mit detailliertem Können, großem Engagement und viel Kompetenzerweiterung und wir hatten viel Spaß. Herzlichen Dank an Euch alle, dass ihr mit so viel positiver Einstellung und Freude zum Gelingen dieses großen Abenteuers beigetragen habt. Ohne eure tatkräftigen Unterstützungen wäre eine solche Reise nur schwerlich vorstellbar.


Manch Einer hat mich schon gefragt, was denn die schönste Etappe war. Das ist definitiv nicht zu beantworten, da doch jede Etappe und jede Crew ihren besonderen Reiz und einzigartigen Charakter hatte.

Etappe 1 unter Genacker auf der Nordsee
Etappe 1 unter Genacker auf der Nordsee

Bei der Etappe 1 stand die lange (170 sm) Nachtfahrt über die Nordsee an, mit Waddensee zum Start, und der einzigartigen Großstadt Hamburg mit unserem Liegeplatz direkt neben der Elbfi und den Landungsbrücken. Eine sehr anspruchsvolle Passageplanning wurde hervorragend von der gesamten Crew gemeistert und auch bei der Überfahrt hatten wir viel Freude am schönen Segeln, teilweise sogar mit Genacker. Außerdem die gesamte Durchquerung der Elbe mit etlichen dicken Pötten.


Etappe 2 bei der NOK Schleusenbesichtigung in Kiel (leider fehlt Holger auf dem Foto, bitte entschuldige, er hat währenddessen auf dem Boot gekocht)
Etappe 2 bei der NOK Schleusenbesichtigung in Kiel (leider fehlt Holger auf dem Foto, bitte entschuldige, er hat währenddessen auf dem Boot gekocht)

Die Etappe 2 war geprägt von herrlichstem Sommersegeln auf der Elbe, und der spannenden Durchfahrt durch den Nord-Ostseekanal mit den dicken Pötten, und den beiden Schleusen incl. einer privaten Schleusenführung. Und nicht zu vergessen die stürmische Überfahrt nach Gelting, bei der sich die Crew und die Windstalker bei bis zu 33 kn Wind beweisen mussten.


Tolle Familienerfahrung auf der Etappe 3
Tolle Familienerfahrung auf der Etappe 3

Die Etappe 3 war ganz geprägt von der Familiencrew. Das war schönstes Fahrtensegeln mit tollen Hafentagen und so freudigen Kindern. Es war so schön anzusehen, wie Jede und Jeder seine Freude hatten (auch wenn es mittlerweile nahezu keine Fische in der Ostsee mehr gibt, die die ambitionierten Angler hätten fangen können). Die Windstalker hat bei dieser Etappe ihre Eignung als Familienschiff voll unter Beweis gestellt.


Schärencrew der Etappe 4/5
Schärencrew der Etappe 4/5

Die Etappe 4/5 war die längste Etappe mit 14 Tagen. Sehr spannend die Überquerung des Kattegat, mit Zwischenstopp auf der abgelegenen Insel Laesö. Das große Engagement der ganzen Crew mit Genackersetzen und Bergen, Vorsegelwechsel, Passageplanning und Piloting durch die einzigartige Schärenlandschaft, Spleissen, Ankern , herrlichste Wanderungen auf den Schäreninseln, Grillen auf den kostenlosen Grills in jedem Hafen, Segeln durch die engen Durchfahrten, um nur einige Höhepunkte zu nennen. Und dann auch noch nach der vielen Natur in den Schären das schöne Göteborg mit der Citymarina im Herzen der Stadt

Die Etappe 6 war geprägt davon, dass wir auf dem Rückweg waren, und sorgsam gegen die vorherrschenden Winde viel Wegstrecke nach Westen gutmachen mussten. Trotzdem konnten wir von der schönen Großstadt Göteborg aus auf 4 Inseln anlegen (Donsö, Anholt, Tunö, Fünen). Besonders auf Anholt und Tunö, den im Sommer immer überfüllten Inselhäfen, war es in der Nachsaison besonders schön. Bei dieser Etappe konnten wir auch unsere Kompetenzen in Sachen Leinenführung bei viel Seitenwind sehr gut erweitern, blies es doch fast an jedem Tag recht heftig.


Etappe 7 in der Eckernförder Musikkneipe Spieker
Etappe 7 in der Eckernförder Musikkneipe Spieker

Die Etappe 7 wiederum, startete mit bestem Sommerwetter und leichten Winden, so dass wir auch eine Nacht in einer traumhaften, lauschigen Bucht vor der Insel Lyö in der Dänischen Südsee verbringen konnten. Nach einem weitern schönen Schlag in der Dänischen Südsee nach Marstral und einer tollen Überfahrt mit Ostwind, dann eine Starkwindzwangspause im netten Seebad Eckernförde und später auch noch im touristischen Laboe, bevor es durch die Schleuse Kiel mit persönlicher Begrüßung wieder in den NOK ging. Und dort noch das große Volksfest Rendsburger Herbst besuchen können.

Etappe 8 ist angekommen
Etappe 8 ist angekommen

Die Etappe 8 startete spannend im NOK mit Israelischem U-Boot, frühem Schleusen und aufregender Kreuz auf der Elbe nach Cuxhaven. Dort wurde unsere Geduld auf eine harte Probe gestellt. 3 Tage lang war an ein Auslaufen und eine Überquerung der Nordsee nicht im Geringsten zu denken, blies doch der Wind gnadenlos mit 6-7 bft aus West. Aber als sich dann ein günstiges Wetterfenster aufgetan hat, war die lange Nachtfahrt an den deutschen und niederländischen Inselketten entlang sehr schön und aufregend. Dann noch eine Starkwindetappe durch die Waddensee und das Ijsselmeer und der letzte entspannte Schlag zum Heimathafen Medemblik. Die große nautische Erfahrung und das Engagement der gesamten Crew hat wesentlich dazu beigetragen, dass wir diese anspruchsvolle Etappe ohne Zwischenfälle sehr harmonisch meistern konnten.


Insgesamt hat sich das Konzept des großen Vereinstörns mit wechselnden Crews ganz gut bewährt. Es ergeben sich so für viele Vereinsfreund:innen Möglichkeiten an Orten zu segeln, an denen man nicht so einfach chartern könnte. Auch ist es sehr schön immer wieder neue Mitsegler:innen kennen zu lernen, und dazu beizutragen, dass die Vereine und deren Mitglieder enger zusammenwachsen. Wenn man mal zusammen auf der Nordsee eine Nachtwache gemacht hat, schweißt das zusammen...........

Das möchte ich auf jeden Fall nächstes Jahr wieder anbieten, mit der einen oder anderen Anpassung. Ich hoffe, dass der nächstjährige Törn, diesmal in die andere Richtung, zu den Kanalinseln, Frankreich, Bretagne und evtl Spanien wieder so großen Zuspruch findet wie der vergangene. Ich werde im Oktober über diesen Blog Infos dazu bereitstellen.

Bleibt uns gewogen

Euer Skipper Hägar

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